{"id":282,"date":"2020-03-13T13:45:18","date_gmt":"2020-03-13T12:45:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.joergsader.de\/?page_id=282"},"modified":"2024-01-17T17:18:22","modified_gmt":"2024-01-17T16:18:22","slug":"neue-menschen-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/joergsader.de\/index.php\/neue-menschen-2\/","title":{"rendered":"Neue Menschen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Neue Menschen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Der Traum war mir zu\u00adhause, als ich ihn tr\u00e4umte, noch als Mah\u00ad\u00adnung er\u00adschie\u00ad\u00adnen,\nals eine Art Auftrag, als eine Idee, die ich am Schreib\u00adtisch fest\u00ad\u00adhalten mu\u00dfte,\num sie an den Mann zubringen. Doch hier, in den Neuen L\u00e4ndern, f\u00fchl\u00adte sie sich\nmit einem Ma\u00adle va\u00adge an und sinn\u00adlos, eine schwache Phan\u00adtasie, ein Ge\u00adbil\u00adde\noh\u00adne Re\u00ada\u00adli\u00adt\u00e4ts\u00ad\u00adbezug. Und wem davon er\u00adz\u00e4h\u00adlen? Wo\u00adm\u00f6g\u00adlich w\u00fcr\u00adde das Gre\u00admi\u00adum,\nauf das mich der Traum gebracht hatte, voraus\u00adge\u00adsetzt, es werde jemals ins Le\u00adben\ngerufen, weder die Men\u00ad\u00adschen \u00e4n\u00addern noch die Ver\u00ad\u00adsu\u00adchun\u00ad\u00adgen be\u00adsei\u00ad\u00adti\u00adgen,\ndie im\u00admer und \u00fcberall exi\u00adstieren, wenn es um Macht geht; aus\u00adzu\u00adrot\u00adten waren\nsie nicht. Der be\u00adfreun\u00addete Autor, den ich in die\u00adsen Ge\u00addan\u00adken anrief, galt\nmit seiner Ein\u00adsch\u00e4t\u00adzung po\u00adli\u00adti\u00adscher Sze\u00adna\u00adrien als un\u00adschlag\u00adbar. <em>Mit wem willst du das ma\u00ad\u00ad\u00adchen, mit neuen\nMen\u00ad\u00adschen, sch\u00f6n, aber wo\u00adher nehmen?<\/em> Von neu\u00aden Menschen hat\u00ad\u00ad\u00adte ich schon\nAn\u00ad\u00adna im Caf\u00e9 sprechen h\u00f6ren, ein Schlag\u00ad\u00adwort, wie mir jetzt schien, ein Mode\u00adwort,\ndas im Umlauf war, nicht mehr. <em>Und wer,\nbitte sch\u00f6n, sitzt in diesen Gre\u00admien, wer lei\u00adtet sie, wer f\u00e4llt die Ent\u00adschei\u00ad\u00addungen,\nwer stellt das rei\u00adni\u00adgende Pa\u00adpier aus?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Da der Schlaf nicht kommen wollte, trieb es mich in die Stadt, ich\nbegegnete ver\u00adein\u00adzelten Pas\u00adsanten, die noch un\u00adter\u00adwegs wa\u00ad\u00adren oder auf die\nletzte Tram war\u00adte\u00adten. Das Treffen mit Anna und Wolf ging mir nicht aus dem\nKopf, allerdings nahmen auch die Zweifel an dem Traum zu, als ich die schla\u00adfen\u00adden\nGas\u00adsen durch\u00adstreifte. Eine ide\u00ada\u00adli\u00adstische Spin\u00adnerei, sagte ich mir und\nsch\u00fcttelte den Kopf. Ich ging die Markt\u00ad\u00adstra\u00ad\u00dfe ent\u00adlang, dem Fisch\u00ad\u00ad\u00admarkt zu\nund kam schlie\u00dflich am neu\u00adgo\u00adti\u00adschen Rat\u00adhaus vor\u00ad\u00adbei, vor des\u00adsen ho\u00adhen\nFen\u00adstern sich neue Fah\u00adnen be\u00ad\u00adweg\u00adten. Und w\u00e4h\u00adrend ich in Ge\u00addan\u00adken der\nStra\u00dfe in Richtung An\u00adger folg\u00adte, h\u00f6r\u00adte ich pl\u00f6tz\u00adlich Ge\u00ad\u00adr\u00e4usche, un\u00adgew\u00f6hnli\u00adche\nGe\u00adr\u00e4u\u00adsche, die in der engen Stra\u00dfe rhyth\u00ad\u00ad\u00ad\u00admisch wi\u00adder\u00adhal\u00adl\u00adten, pr\u00e4\u00adzi\u00adse,\nstak\u00adka\u00adto\u00adhaft. Bald war mir klar, da\u00df es Ab\u00ads\u00e4t\u00adze waren, ho\u00ad\u00ad\u00adhe Ab\u00ads\u00e4tze,\ndie kla\u00adckten, kein Zwei\u00ad\u00adfel, und sehr deutlich zwi\u00ad\u00adschen den eng stehenden\nH\u00e4u\u00adsern zu h\u00f6ren, und dann sah ich sie, die Frau, sie ging in vier\u00adzig,\nf\u00fcnfzig Meter Ent\u00adfer\u00adnung vor mir her. Das blonde, kr\u00e4f\u00ad\u00adti\u00adge Haar hoch\u00adge\u00adbun\u00adden,\ndie schlan\u00ad\u00adke Ge\u00adstalt im grau\u00aden Ko\u00adst\u00fcm, all das kam mir be\u00adkannt vor.\nAugenblicke sp\u00e4\u00ad\u00ad\u00adter wu\u00df\u00ad\u00ad\u00adte ich, da\u00df es An\u00adna war, An\u00adna, die ich doch am\nTage erst ken\u00adnen\u00adgelernt hatte. Ich ver\u00ad\u00ad\u00ad\u00adsuch\u00adte sie auf\u00adzu\u00adho\u00adlen, be\u00adschleu\u00ad\u00adnig\u00adte\nmei\u00adne Schritte, doch ver\u00adge\u00ad\u00adbens. An\u00adna lief ohne sich um\u00ad\u00adzu\u00adse\u00adhen, stramm,\nin gro\u00ad\u00dfer Eile und ver\u00adschwand von einer Se\u00adkun\u00adde zur n\u00e4ch\u00adsten in einem der\nletz\u00adten H\u00e4u\u00adser vor der Br\u00fc\u00adcke am Flu\u00df. Als ich dort an\u00adge\u00ad\u00adlangt war, war\nsie wie vom Erd\u00adboden ver\u00ad\u00adschwun\u00adden. Ich dreh\u00adte mich auf dem schma\u00ad\u00ad\u00adlen B\u00fcr\u00adgersteig\num die ei\u00adge\u00adne Ach\u00adse und war doch allein, keine Anna, \u00fcber\u00adhaupt kein Mensch weit\nund breit. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Die T\u00fcr des Hau\u00adses schien ver\u00adschlos\u00adsen, Klin\u00adgel\u00adschilder fehlt\u00aden. Ich\ndr\u00fcck\u00adte, einem pl\u00f6tz\u00adli\u00adchen Impuls fol\u00adgend, ver\u00adsuchs\u00ad\u00ad\u00adwei\u00ad\u00adse gegen die\nT\u00fcr, die zu mei\u00adner Verbl\u00fcffung nach\u00ad\u00adgab und sich \u00f6ffnen lie\u00df. Da\u00adhin\u00adter, in\neinen Innenhof f\u00fch\u00adrend, ein ge\u00ad\u00adpflas\u00adterter Durch\u00adgang. Ich tastete mich vor\u00adw\u00e4rts,\nbe\u00admerkte noch, wie sich die T\u00fcr hin\u00adter mir ge\u00adschlos\u00adsen hatte. Die Mit\u00adte\ndes Hofs \u00fcberkronte ein m\u00e4chtiger Baum, schlie\u00dflich ein zwei\u00ad\u00adter Hof unter ei\u00adnem\nQuer\u00adge\u00adb\u00e4ude, das die beiden Sei\u00adten\u00adfl\u00fcgel offenbar ver\u00adban\u00add. Und \u00fcberall schwar\u00adze\nH\u00e4u\u00ad\u00ad\u00adser\u00adfron\u00adten, blin\u00adde Fen\u00adster, die mich an\u00adstarrten, doch dann fiel mir eine\nT\u00fcr auf, die sich \u00f6ff\u00adnen lie\u00df wie die erste, wobei sie in den Schar\u00adnie\u00adren heftig\nquietsch\u00adte, da\u00df es mir in alle Glie\u00adder fuhr. Aber alles blieb still, und ich\n\u00f6ff\u00adnete voll\u00adst\u00e4n\u00addig die T\u00fcr und fand mich ei\u00adnem Flur ge\u00ad\u00ad\u00adgen\u00ad\u00fcber, von dem\neine Trep\u00ad\u00ad\u00adpe ab\u00adging, und auf ihr schwa\u00adcher Licht\u00ad\u00ad\u00adschein, der nur von un\u00adten\nkom\u00ad\u00admen konnte, von einem Un\u00adter\u00ad\u00adge\u00adscho\u00df, einer Art Kel\u00adler, ei\u00adnem un\u00adterirdischen\nRaum. Vor\u00adsichtig das wack\u00ad\u00ad\u00adlige Ge\u00adl\u00e4n\u00adder er\u00ad\u00adgrei\u00adfend, stieg ich hin\u00adab,\nmach\u00adte auf Ze\u00adhen\u00adspit\u00adzen die Keh\u00adre der Treppe mit und stand nach den letz\u00adten\nStu\u00adfen in ei\u00adnem gro\u00ad\u00dfen, nahezu dunk\u00ad\u00adlen Raum, in dem so gut wie nichts zu\ner\u00adken\u00adnen war. Mit der Hand fuhr ich auf gut Gl\u00fcck \u00fcber die W\u00e4nde und fand tats\u00e4chlich\neinen Licht\u00adschalter. Nachdem ich ihn bet\u00e4\u00adtigt hatte, war mein Er\u00adstau\u00adnen\ngro\u00df: ich sah glei\u00ad\u00dfendes, ge\u00adwis\u00adserma\u00dfen offi\u00adziel\u00adles Licht, das den Raum in\nschattenlose Helle taucht\u00ade und je\u00adden Win\u00adkel aus\u00adleuchtete, ich sah M\u00f6\u00adbel\nund Kon\u00adfe\u00adrenz\u00adtische, be\u00adque\u00ad\u00adme Pol\u00ads\u00adter, Lam\u00adpen und Mo\u00ad\u00ad\u00ad\u00ad\u00ad\u00adni\u00adtore, und,\ner\u00adh\u00f6ht vor der Wand am hin\u00adteren En\u00adde des Saals, eine Art Po\u00addi\u00adum mit sechs\noder sie\u00adben le\u00addernen Ses\u00ad\u00adseln, ge\u00adputzt alles, sau\u00adber, als sei der Raum vor\nStunden noch in Be\u00adnutzung ge\u00adwesen oder w\u00fcrde es bald wieder sein. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Sofort begann ich zu spekulieren. Welche Funktion hatte das Gela\u00df? Was\nwird hier gespielt? W\u00e4h\u00adrend ich zum Ho\u00adtel zu\u00adr\u00fcck\u00adging, war sie wieder da,\ndie Idee, die mir der Traum zu\u00adhause suggeriert hat\u00adte, ein klarer pr\u00e4\u00ad\u00adzi\u00adser Traum,\nder traum\u00adlo\u00adgisch er\u00adz\u00e4h\u00adlte, Bild f\u00fcr Bild. Soweit ich das Gebilde an diesem\nsonnigen Morgen verstanden hatte, waren das Hinweise auf ein Tribunal, auf ein\nheim\u00adli\u00adches Ge\u00adricht, das auf nahezu surreale Weise die Gu\u00adten von den B\u00f6\u00adsen son\u00ad\u00ad\u00ad\u00addert\nund erste\u00adre mit einem Pa\u00df ehrt, einem Zer\u00adti\u00adfikat, das ihnen in der neuen\nWelt T\u00fcr und Tor \u00f6ff\u00adnet. Allerdings war der Traum an die\u00adsem Punkt ne\u00adbel\u00adhaft\nge\u00adblie\u00adben, dun\u00adkel und ausge\u00adspro\u00adchen undeutlich. Es wird sich um einen Frei\u00adbrief\nhan\u00addeln, hatte ich gemutma\u00dft (und nie\u00addergeschrieben), um ein spezielles Pa\u00adpier,\ndas die An\u00adtrag\u00adsteller von j\u00fcng\u00adsten Ver\u00adfeh\u00adlun\u00adgen frei\u00ad\u00adspricht und ihnen at\u00adte\u00ad\u00ad\u00adstiert,\nim nun ver\u00adein\u00adten Staat brauch\u00ad\u00ad\u00ad\u00adbare, so\u00adzu\u00ad\u00adsagen sau\u00adbere B\u00fcr\u00ad\u00ad\u00adger zu\nsein. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Al\u00adso B\u00fcrger ohne Fehl und Ta\u00addel, hatte ich mir im Wagen ge\u00adsagt, als die\nSon\u00adne hoch\u00adstieg, und ich meine Hei\u00admatstadt an\u00ad\u00adsteu\u00aderte, um an dem\nKlassentreffen teilzu\u00adneh\u00admen, zu dem ich eingeladen worden war. Die Fahrt ging\nzuletzt durch die Neu\u00aden L\u00e4nder, durch Gegenden, die noch grau wirkten, mono\u00adton,\ndie Wende war gerade erst geschehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Was aber ge\u00ad\u00adsch\u00e4\u00adhe mit je\u00adnen, hatte ich mich noch im Auto ge\u00adfragt,\ndie die Pr\u00fc\u00adfun\u00adgen nicht be\u00ad\u00adstehen, das Papier nicht er\u00adhal\u00ad\u00adten, w\u00e4\u00adren das\nDurch\u00ad\u00adgefallene, Aus\u00ad\u00ad\u00adge\u00adsto\u00ad\u00dfe\u00adne, f\u00fcr im\u00admer Stig\u00adma\u00adtisierte, und wie und\nwo w\u00fcr\u00ad\u00adden sie, die doch auf der Stra\u00dfe von den Guten nicht zu un\u00adter\u00adscheiden\nsind, mit die\u00adsem Ma\u00adkel heu\u00adte le\u00adben? Je blas\u00adser die Bilder wurden, desto\nmehr Fra\u00adgen waren ent\u00adstanden, bis ich schlie\u00df\u00adlich vollst\u00e4ndig erwacht war\nund die Flut der Anspielungen wie weggewischt. Wer w\u00fcrde diese Zu\u00adsam\u00admen\u00ad\u00adk\u00fcnfte\nlei\u00adten, schob ich als Frage hinterher, w\u00fcrde ein sol\u00adches Gre\u00admi\u00adum \u00f6f\u00adfent\u00ad\u00adlich\ntagen oder ge\u00adheim, w\u00fcr\u00adde es in An\u00adbe\u00adtracht der vie\u00adlen, die zu pr\u00fcfen sind,\nunter Um\u00ad\u00adst\u00e4n\u00adden meh\u00adre\u00adre ge\u00adben, viel\u00ad\u00adleicht ei\u00adnes pro Stadt? Das Bil\u00adder\u00adge\u00adspinst\ndes Traums hatte sich ja zu vielen dieser Punk\u00ad\u00adte le\u00addig\u00adlich vage oder gar nicht\nge\u00e4u\u00dfert, mir aber eine hellsichtige Ah\u00adnung ge\u00adschenkt, die alles war, nur\nnicht klar begr\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Beim Fr\u00fchst\u00fcck im Hotel am Morgen nach der Entdeckung des Gelasses fragte\nder Wirt, ein klei\u00adner, schon \u00e4l\u00adte\u00ad\u00adrer freundlicher Mann, ob es mun\u00adde. Wa\u00adrum\ner sich nicht set\u00adze, fragte ich, wir seien doch allein. Ich sei wohl nicht von\nhier, fragte er dezent und setzte sich tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich mit sei\u00adner Tasse zu mir\nan den Tisch. <em>Nein<\/em>, sagte ich, <em>und doch ja<\/em>. Fr\u00fc\u00adher h\u00e4tte ich in die\u00adser\nStadt ge\u00adlebt, ich sei hier geboren und zur Schu\u00ad\u00adle ge\u00adgan\u00ad\u00adgen. <em>Aha<\/em>, sagte der Wirt, <em>und ir\u00adgend\u00adwann ist es \u2026 Stimmt<\/em>, be\u00adst\u00e4\u00adtig\u00adte\nich, <em>ir\u00adgend\u00ad\u00adwann ist es nicht wei\u00ad\u00ad\u00ad\u00ad\u00ad\u00adter\u00adgegangen.<\/em>\n<em>Ich ver\u00adstehe<\/em>, sagte er, <em>\u00e4hn\u00ad\u00adlich war es bei mir, nur ging ich da\u00admals\nnicht in den We\u00adsten, son\u00addern di\u00adrekt ins Gef\u00e4ngnis. Tja, so war das<\/em>.\nEiner der G\u00e4\u00adste hatte ihn ver\u00adra\u00adten und an\u00ad\u00ad\u00adge\u00adzeigt, <em>wenn Sie wis\u00adsen, was ich mei\u00adne<\/em>. <em>Da\u00ad\u00adnach der Proze\u00df, Ver\u00adleum\u00addung wur\u00adde mir zur Last ge\u00ad\u00adlegt, Ver\u00ad\u00ad\u00e4cht\u00adlich\u00adma\u00adchung\ndes Staa\u00ad\u00ad\u00ad\u00adtes und sei\u00adner Ord\u00ad\u00adnung, und wo\u00adf\u00fcr? F\u00fcr eine Hand\u00advoll Witze an\ndie\u00adsem Tisch hier, an dem wir mo\u00admen\u00adtan sitzen,<\/em> er poch\u00adte mit dem Hand\u00adkn\u00f6chel\nda\u00adrauf. <em>Das gan\u00adze Pro\u00adgramm f\u00fcr ein\npaar harm\u00ad\u00ad\u00adlose Wit\u00adze, ja, da stau\u00ad\u00adnen Sie, was<\/em> \u2026 <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><em>Ich habe heut nacht,<\/em> wechselte ich das\nThema, <em>einen unter\u00adirdischen Raum\nentdeckt, der verlassen war, unbewacht<\/em> \u2026 <em>Ach?<\/em> \u2013 <em>Im Hin\u00adter\u00adhof des\nletzten Hauses vor dem Flu\u00df lag er, versteckt, unbeleuchtet, aber na\u00adgel\u00adneu\nalles<\/em>. Die Blicke des Wirts gingen im Raum umher, er war fraglos in Gedanken,\ndachte nach. <em>Davon habe ich geh\u00f6rt, vage\nallerdings, nix ge\u00adnaues \u2026Kurz vorm Flu\u00df, sagen Sie, das ist die Johan\u00adnesstra\u00dfe<\/em>\n\u2026 <em>Ja,<\/em> sagte ich, <em>wozu ist er da, was glauben Sie? \u2013 Man munkelt etwas von Seil\u00adschaf\u00adten,\naber Genaues, bedaure, keine Ah\u00ad\u00adnung<\/em>. Er stand auf, um sich neuen Kaffee\nzu besorgen, und r\u00e4usperte sich. <em>Offenbar\nsind sie wieder aktiv, selbst hier in meinem Hotel, die Freunde, die mich ver\u00adh\u00f6r\u00adten\nund ein\u00adbuch\u00adte\u00adten<\/em> \u2013 er zeigte mit dem Finger in Rich\u00adtung An\u00addreas\u00adberg,\ndem ehe\u00ad\u00adma\u00adligen Sitz der Staats\u00ad\u00ad\u00ad\u00adsi\u00adcher\u00ad\u00adheitsorgane \u2013, <em>sie sit\u00adzen an die\u00adsem Tisch, und wir trin\u00adken\nzusammen und aus die Maus, Schwamm dr\u00fc\u00ad\u00ad\u00adber \u2026 Vor al\u00adlem, sie f\u00fch\u00adlen sich als\nSie\u00adger, als Sie\u00adger auf ganzer Li\u00adnie und stim\u00admen alte T\u00f6ne an, nach drei\noder vier Bie\u00adren glau\u00adben sie, ihre Zeit sei zu\u00adr\u00fcck\u00ad und nichts ge\u00adschehen,\nund am Ende ver\u00adlassen sie wankend die Gast\u00adst\u00e4t\u00adte, die net\u00adten Herrn mit den\nalten Liedern auf den Lip\u00adpen, ge\u00adlinde gesagt ist das eine ziem\u00adliche Schwei\u00adnerei\n\u2026 Aber ohne die Ge\u00adstri\u00adgen w\u00e4re hier bald Schlu\u00df, wie soll ich das sa\u00adgen, das\nLe\u00adben geht halt weiter, einfach im\u00admer wei\u00adter, da kann ich nicht abseits ste\u00adhen.<\/em>\nUnd pl\u00f6tzlich hatte ich die Idee, ich wei\u00df nicht warum, ihn nach Wolf zu fragen,\nden er vielleicht vom An\u00addreasberg her kann\u00adte, und beschrieb ihn so genau wie\nm\u00f6glich. <em>Mein Alter, ziemlich gro\u00df, grau\nmeliertes Haar, Schnurr\u00adbart?<\/em> Der Wirt kratz\u00adte sich am Kopf. <em>Ja, so einen habe ich erlebt, ziemlich\nsicher so\u00adgar<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Wolf hatte mich gestern, we\u00ad\u00adni\u00adge Stunden nach mei\u00adner An\u00adkunft, als\nich Schau\u00adfenster be\u00adtrach\u00adtete, ange\u00adrufen. Ich fragte <em>Wolf, wer?<\/em> und wollte schon auf\u00adle\u00adgen, als mir d\u00e4m\u00admerte, da\u00df es\nsich um Ste\u00adfan Wolf handeln k\u00f6nn\u00adte, den Schul\u00adka\u00adme\u00adraden von einst. Wie er\nmeine Nummer heraus\u00adge\u00adfun\u00ad\u00adden hatte, wollte er nicht sa\u00ad\u00adgen. Oder ging das\nim Ge\u00adspr\u00e4ch unter? Er frag\u00ad\u00adte, wo ich sei, und schlug ein Treffen in dem Caf\u00e9\nun\u00ad\u00adterhalb der gro\u00dfen Kir\u00adche vor, das am Domplatz liege, man sitze da be\u00adquem\nund habe eine sch\u00f6ne Sicht auf die Alt\u00adstadt mit ihren in\u00adzwi\u00adschen re\u00adstau\u00ad\u00adrierten\nFach\u00ad\u00adwerk\u00adh\u00e4u\u00adsern. Mitgebracht in das Caf\u00e9 hatte er An\u00adna, eine ele\u00ad\u00adgante Er\u00ad\u00adschei\u00adnung,\nschlank, das blon\u00ad\u00adde Haa\u00adr hoch\u00adge\u00adbun\u00adden, aller\u00addings in ihrem Wesen eine\nSpur zu schroff, zu k\u00fchl f\u00fcr meinen Geschmack. Wolf dagegen wirk\u00adte gel\u00f6st, auf\u00ad\u00ad\u00adge\u00adr\u00e4umt\nund re\u00adde\u00adte, als h\u00e4t\u00adten wir uns vor Tagen erst ge\u00adse\u00adhen, ob\u00adwohl uns vier\nlange Jahrzehnte trenn\u00adten. Mein Werde\u00adgang in\u00ad\u00adter\u00ades\u00adsie\u00adr\u00adte ihn, \u00fcber meine\nZeit im We\u00adsten wollte er alles wis\u00adsen, w\u00e4h\u00adrend er, aber das k\u00f6n\u00adne ich mir\nja denken, aus\u00adge\u00adharrt h\u00e4t\u00adte, sich mit dem System her\u00adum\u00adge\u00adschla\u00adgen und an\u00adge\u00adeckt\nsei und Un\u00adan\u00adge\u00adnehmes erlebt h\u00e4t\u00adte. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Und pl\u00f6tzlich un\u00adter\u00adbrach ihn An\u00adna und wies auf ihre sp\u00e4\u00adte Flucht hin,\ndie sie in den letz\u00adten Mo\u00adnaten des Schre\u00adckens\u00adre\u00adgi\u00admes un\u00adternom\u00admen hat\u00adte.\nDem Druck nach\u00adge\u00adbend, will sie sich eine Fahr\u00adkarte nach Bu\u00adda\u00adpest ge\u00adkauft\nund sich von dort zur Grenze durch\u00adge\u00adschla\u00adgen haben, was, wie sie bei\u00adl\u00e4u\u00adfig\nbe\u00ad\u00adton\u00adte, nicht ohne Kom\u00ad\u00ad\u00ad\u00adpli\u00adka\u00adtionen abge\u00adgan\u00ad\u00adgen sei. Jetzt aber sei\nsie hier, schlo\u00df sie mit leichtem L\u00e4\u00adcheln, sie be\u00adreue den Schritt kei\u00adnesfalls\nund erfreue sich vielmehr ihrer ungewohnten Frei\u00ad\u00adheit. Der Satz er\u00adschien mir me\u00adcha\u00adnisch,\nir\u00adgendwie be\u00ad\u00adstellt wie ei\u00adne Pflicht\u00adaussage, aber warum? Wie gro\u00df ih\u00adre\nFreude tat\u00ad\u00ads\u00e4ch\u00adlich war, habe ich nie er\u00adfahren. <em>Und du?,<\/em> zog Wolf das Ge\u00adspr\u00e4ch wie\u00ad\u00adder an sich. Vor Unzeiten\nh\u00e4tte ich ihn ver\u00adlassen, er sagte tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich <em>mich<\/em> verlassen, ich sei ein\u00adfach ge\u00ad\u00ad\u00adgan\u00ad\u00adgen, <em>und nun bist du wie\u00adder da!<\/em> <em>Ja,<\/em> erwiderte ich, <em>nun bin ich wieder da. Und gespannt auf das Klassen\u00adtref\u00adfen \u00fcber\u00admor\u00adgen\nund darauf, wie die an\u00adde\u00adren wohl aus\u00adsehen und was sie sagen wer\u00adden nach so\nlan\u00adger Zeit? \u2013 Sie werden das Blaue vom Himmel her\u00adunter l\u00fc\u00adgen,<\/em> stellte Wolf\nwie aus der Pistole ge\u00adschos\u00adsen fest, als h\u00e4tte er diese Be\u00admer\u00adkung er\u00adwar\u00adtet.\n<em>Wie schrecklich alles ge\u00adwesen sei, und\nwelche Opfer sie h\u00e4tten brin\u00adgen m\u00fcssen, wie klein und eng und grau die Welt\ngewesen sei,<\/em> schrie Wolf beinahe. <em>Und\nsich r\u00fch\u00admen, das Sy\u00adstem in die Knie ge\u00adzwun\u00adgen zu haben, auf die Stra\u00ad\u00dfe ge\u00adgan\u00adgen\nzu sein, als es, aber das ver\u00adschwei\u00adgen sie gern, nicht mehr ge\u00adf\u00e4hrlich war,\nall das wer\u00adden sie sagen.<\/em> Wolf hatte von einer Minute zur an\u00adderen seine\nHal\u00adtung ver\u00ad\u00e4n\u00addert, er war ernst ge\u00ad\u00adwor\u00adden, und die an\u00adf\u00e4ng\u00adliche Freund\u00adlich\u00adkeit\nwar einer Ver\u00ad\u00adbit\u00adte\u00adrung ge\u00adwi\u00adchen, ja, einer H\u00e4r\u00adte, die ich mir nicht er\u00adkl\u00e4\u00adren\nkonnte. <em>Und Ste\u00adfan,<\/em> warf ich ein, <em>ha\u00adben sie Un\u00adrecht, re\u00adden sie sich auf et\u00adwas\nher\u00adaus?<\/em> <em>Das ist es nicht<\/em>, sagte\ner nach einer Weile, w\u00e4h\u00adrend Anna nach wie vor auf den gro\u00ad\u00dfen Platz starrte\nund schwieg. <em>Zu de\u00adnen zu ge\u00adh\u00f6\u00adren, die\nauf der Stra\u00dfe f\u00fcr ein fried\u00adliches Ende ein\u00adge\u00adtre\u00adten wa\u00adren, das ist keine\ngro\u00ad\u00dfe Sache, wirk\u00adlich nicht, auf das Ziel kommt es an, auf das, was man\nwirklich will, auf das, was nach\u00adher kommt, auf die gro\u00dfe Vi\u00adsion. <\/em>Von der\nWieder\u00adse\u00adhens\u00adfreu\u00adde, die unser Ge\u00adspr\u00e4ch zu An\u00ad\u00adfang be\u00adstimmt hat\u00adte, war,\nwie ich fand, nicht viel ge\u00adblie\u00adben. Ich sp\u00fcr\u00adte etwas Frem\u00addes an ihm, einen\nVor\u00adbehalt, etwas lie\u00df ihn bei allem, was er sag\u00adte, z\u00f6gern. Da\u00df ich vor mehr\nals vierzig Jah\u00adren dem Lan\u00ad\u00adde den R\u00fccken ge\u00adkehrt hatte, soll\u00adte das eine\nRolle spie\u00adlen und ihn ge\u00adgen mich ein\u00adneh\u00admen? Oder lag es an Anna, die noch\nim\u00admer schwieg und ab\u00adwesend, wie mir schien, durch die Schei\u00adben auf den\ngro\u00dfen Platz starrte, der zur Stunde schon recht leer war, von den War\u00ad\u00ad\u00adten\u00adden\nan der Haltestelle der Stra\u00ad\u00dfen\u00adbahn ab\u00ad\u00adge\u00adse\u00adhen. Ich dach\u00adte an den Traum, den\nich vor der Ab\u00adfahrt getr\u00e4umt, an die gran\u00addiose Idee, die er mir ein\u00adge\u00adgeben\nhat\u00adte, und an die Ab\u00adsicht, dar\u00fcber zu spre\u00adchen, und sp\u00fcrte pl\u00f6tzlich Zweifel\naufkommen am Sinn des Ganzen, eine Er\u00adn\u00fcch\u00adterung, die ich wegzu\u00addr\u00fc\u00adcken ver\u00adsuchte.\nUnd dann dach\u00adte ich an mein Buch, das Fak\u00adten ins Feld f\u00fch\u00ad\u00ad\u00adren w\u00fcrde, die\nmei\u00adnen Stand\u00adpunkt und nicht nur mei\u00adnen un\u00ad\u00ad\u00adter\u00admauerten, was im Him\u00ad\u00admel\nhat\u00adte ich, der Ossi aus dem We\u00ad\u00adsten mit der Ver\u00adei\u00adni\u00adgung zu schaf\u00adfen? <em>Tja, mein Lie\u00adber<\/em>, sag\u00adte Wolf und ri\u00df\nmich, als h\u00e4t\u00adte er meine Distanzierung be\u00admerkt, aus mei\u00adnen Ge\u00addanken. Er\nschien sich wieder in der Ge\u00ad\u00adwalt zu ha\u00adben und war zu dem freund\u00ad\u00adli\u00adchen\nZeitge\u00adnos\u00adsen zu\u00adr\u00fcck\u00adge\u00adkehrt, der er noch am Te\u00adle\u00adfon ge\u00adwesen war. <em>Tja, mein Lieber, wir blicken auf viele\nJahre des Schwei\u00adgens zu\u00ad\u00adr\u00fcck, un\u00adsere beiden Staaten ha\u00adben sich aus\u00adein\u00adan\u00adder\nent\u00ad\u00adwi\u00adckelt, und wir wohl mit ihnen. Vom anderen hatten wir keine Ah\u00adnung, je\u00adder\nwar in sei\u00adnem Leben gefangen, nicht er\u00adreich\u00adbar f\u00fcr die an\u00addere Seite,<\/em> <em>je\u00adder sprach\u00adlos in seinem Winkel und\nstumm, am Ende wu\u00dften wir nicht mal mehr von\u00adeinan\u00adder. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Da aber prote\u00adstierte An\u00adna. <em>Was\nsoll das hei\u00dfen<\/em>, rief sie aus, <em>jeder\nin seinem Winkel? Das sind schiefe Bilder<\/em>, befand sie, <em>die zu nichts f\u00fch\u00adren. Gab es bei uns nur Ver\u00adfolgung, nur Druck, nur\nAngst?<\/em> Mir war da\u00adnach, ein Jazu\nru\u00adfen, ich hielt mich aber zur\u00fcck. <em>Im We\u00adsten\nwar das, <\/em>gab ich statt dessen mit gro\u00dfer Vorsicht zu be\u00adden\u00adken,<em> die herr\u00adschende Meinung, die so\u00adge\u00adnann\u00adten\nBr\u00fc\u00adder und Schwe\u00ad\u00ad\u00adstern, al\u00adso ihr, hatten, nach unseren offi\u00adziellen Me\u00addien\nzu ur\u00adtei\u00adlen, kei\u00ad\u00adnen leich\u00adten Stand, ihr wart Op\u00adfer, gar nicht zu re\u00adden\nvon den To\u00adten an der Mau\u00ader, die keine Erfin\u00addun\u00ad\u00ad\u00adgen des We\u00ad\u00adstens sind oder\nbe\u00adstreitet ihr das?<\/em> An\u00adna be\u00ad\u00adgn\u00fcg\u00adte sich da\u00admit, auf den gro\u00ad\u00dfen Platz\nzu star\u00ad\u00adren wie schon die ganze Zeit \u00fcber, offenbar hielt sie deut\u00adliche Wor\u00adte\ndes Pro\u00ad\u00adtests zu\u00adr\u00fcck. Wolf da\u00ad\u00adge\u00adgen l\u00e4\u00adchelte viel\u00addeu\u00adtig, zog die Brau\u00aden\nhoch und setzte zu einer Re\u00adde an, die sich als kalte Be\u00adtrach\u00adtung der Op\u00ad\u00adfer\nentpuppte und ihn mir noch fremder machte. <em>Opfer<\/em>,\nrief er leichthin aus, <em>hat es auf bei\u00adden\nSeiten ge\u00adge\u00adben, wie immer in schwie\u00adrigen Zei\u00adten. Sind da Op\u00adfer nicht das\nnor\u00ad\u00admal\u00adste? Ist es je\u00admals ohne Opfer abge\u00adgan\u00adgen?<\/em> Ich war irritiert und\nver\u00adwies auf Zah\u00adlen, auf die Be\u00adwei\u00adse in F\u00fclle. <em>Die B\u00fccher der Un\u00adter\u00addr\u00fccker, die sie akri\u00adbisch gef\u00fchrt hatten, reden\ndoch eine eindeutige Sprache. D\u00fcrfen wir das igno\u00adrie\u00adren, <\/em>frag\u00adte ich, <em>oder wie gehen wir damit um?<\/em> Wor\u00adauf\nmich bei\u00adde, Anna und Wolf, an\u00ad\u00adsa\u00adhen, als h\u00e4tte ich eine un\u00adschick\u00ad\u00adliche Fra\u00adge\nge\u00adstellt. <em>Um\u00adge\u00adhen damit,<\/em>\nwiederholte Wolf, <em>wie meinst du das?<\/em>\nEr schien f\u00fcr kurze Zeit zu \u00fcberlegen. <em>Ent\u00adschei\u00addend\nist f\u00fcr mich, ist f\u00fcr uns<\/em>, er sah An\u00adna be\u00addeu\u00adtungs\u00advoll an, <em>was k\u00fcnf\u00adtig sein wird, ob wir dar\u00adaus ler\u00adnen\nund es bes\u00adser machen. Ja, wir soll\u00adten ge\u00adstal\u00adten<\/em>, rief jetzt auch Anna\naus, <em>was wir ge\u00adwon\u00adnen ha\u00adben<\/em>, und\nsah mich mit einem An\u00adflug von L\u00e4cheln ge\u00adra\u00addezu her\u00adaus\u00adfor\u00addernd an, <em>ja, ge\u00adstalten, das neue, das gr\u00f6\u00ad\u00ad\u00ad\u00dfere\nLand aus\u00adrich\u00adten, die un\u00adge\u00adz\u00e4hl\u00adten M\u00f6g\u00adlich\u00adkeiten nut\u00ad\u00adzen, die sich bie\u00adten,\nund beim Schop\u00adfe pa\u00adcken<\/em>. <em>Neue Struk\u00ad\u00adtu\u00adren,\n<\/em>rief sie mit fester Stim\u00adme, <em>neue Ver\u00ad\u00ad\u00adhal\u00adtens\u00ad\u00adwei\u00adsen,\nneue Sicht\u00adwei\u00adsen, neue Men\u00ad\u00adschen, ja, kom\u00adplett neue.<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Von Achim organisiert, einem der Ehemaligen, an den ich kei\u00adnerlei Erinnerung\nhatte, begann das Klassentreffen im Zentrum der Stadt, dort, wo sich Stra\u00ad\u00dfen\u00adbah\u00adnen\nund Busse kreuzen und auf der Ecke ein be\u00adr\u00fchmtes Mu\u00adse\u00aden steht. Das\nKlassentreffen war, wie ich bald feststellte, nicht be\u00adson\u00adders in\u00adter\u00adessant, von\ndenen, die ge\u00adkom\u00admen waren, taten viele, als h\u00e4t\u00adten sie im Sy\u00adstem keine Kar\u00ad\u00adrieren\ngemacht, andere hat\u00adten zu flie\u00adhen ver\u00adsucht, wa\u00adren er\u00adtappt und ins\nGef\u00e4ngnis ge\u00adworfen wor\u00ad\u00adden. \u00dcber all diese Din\u00adge sprach man nicht, sondern blendete\ndie Zwi\u00adschenzeit und alles, was in ihr geschehen war, aus, blieb un\u00ad\u00ad\u00adverbindlich,\nleicht obenhin mit einer Spur von Scheu, die kaum die Di\u00adstanz \u00fcberwand, die\nzwi\u00adschen uns war und sich auch mit L\u00e4\u00adcheln nicht aufl\u00f6sen lie\u00df. Alte Fotos\nlie\u00dfen die fr\u00fc\u00adhere Zeit plastisch werden, Er\u00adin\u00adne\u00adrun\u00adgen stiegen auf, ver\u00addich\u00adteten\nsich. Vom Re\u00adstaurant ging es zu einer der zentralen Kir\u00adchen in der Alt\u00adstadt,\nwo das gro\u00dfe Foto geschossen wer\u00adden soll\u00ad\u00ad\u00adte. Das Wet\u00ad\u00ad\u00adter war gut, die\nSonne lachte und stand hoch, wir streiften auf dem Weg durch die Stadt auch den\nAn\u00addre\u00adas\u00adberg, das Nest der Staats\u00ad\u00ad\u00ad\u00adsi\u00adcher\u00adheit, auf das die meisten mit\nSchwei\u00adgen rea\u00adgier\u00adten, obwohl sie den Ort ge\u00adwi\u00df kannten. Auf den brei\u00ad\u00ad\u00ad\u00ad\u00adten\nStu\u00adfen der Kirche nahmen wir Auf\u00adstel\u00adlung. Und jetzt, inmitten der Ehe\u00adma\u00adligen,\ndach\u00adte ich wieder an mei\u00adnen ver\u00ad\u00adr\u00fcckten und hartn\u00e4ckigen Traum, dachte daran,\ndie Guten von den B\u00f6sen zu tren\u00adnen, w\u00e4re eine gute Idee. Aber wem da\u00advon be\u00adrich\u00ad\u00ad\u00ad\u00adten?\nIch sah mir die Ge\u00adsich\u00adter an, verglich sie mit ihren Gesichtern, als sie\nSch\u00fcler gewesen waren. Inzwischen waren Er\u00adwach\u00adse\u00adne aus ihnen ge\u00adworden, ge\u00adstan\u00ad\u00addene\nMen\u00ad\u00adschen, vom Sy\u00ad\u00adstem ge\u00adpr\u00e4g\u00adte. W\u00fcr\u00adden sie die Idee begr\u00fc\u00dfen? Hella, die Deutsch\u00adleh\u00adre\u00adrin,\nzum Beispiel oder Wal\u00adter, der Ar\u00adchi\u00adtekt, der nur noch f\u00fcr die Kir\u00ad\u00adche\narbeiten durf\u00adte, Ursula, bei der es da\u00admals West\u00adfern\u00adse\u00adhen gab. Oder B\u00e4r\u00adbel,\ndie nach der Wen\u00adde ihre private Wie\u00adder\u00adver\u00adei\u00adni\u00adgung feierte, als sie ihren\nFreund, der in dunklen Zeiten geflo\u00adhen war, wie\u00adder in die Ar\u00adme schlie\u00ad\u00dfen\nkonnte. Alle schienen in der Jetzt\u00adzeit an\u00adge\u00adkommen zu sein, und doch haftete\nihnen et\u00adwas an, das ich nicht begriff. Viel\u00adleicht, weil bei den meisten von\neiner tie\u00adferen Hal\u00adtung zur j\u00fcngsten Ver\u00adgan\u00adgenheit, gar Kri\u00adtik an den ehe\u00ad\u00ad\u00ad\u00adma\u00adligen\nZu\u00adst\u00e4n\u00adden kaum etwas zu sp\u00fcren war oder aber sie ihre Mei\u00adnun\u00adgen f\u00fcr sich be\u00ad\u00adhiel\u00adten,\nwo\u00adm\u00f6g\u00adlich be\u00adsch\u00e4f\u00adtigte sie der neue All\u00adtag, mit dem sie kon\u00adfrontiert\nwaren, voll und ganz. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Eine Aus\u00adnah\u00adme bildete der d\u00fcrre En\u00adzian, der aus seinen An\u00adsichten kei\u00adnen\nHehl machte und sich mit Leiden\u00adschaft zum Sy\u00adstem be\u00adkann\u00adte. War er schon im\u00admer\nder li\u00adnien\u00ad\u00adtreue Bef\u00fcr\u00adwor\u00adter ge\u00adwe\u00adsen, schon da\u00admals in der Klasse? <em>Der An\u00ad\u00adtifa\u00adschis\u00admus, die Pa\u00adro\u00adle Nie wie\u00ad\u00ad\u00ad\u00adder\nKrieg!, die Ab\u00adwe\u00ad\u00adsen\u00adheit von Ar\u00adbeits\u00adlo\u00adsig\u00adkeit,<\/em> all das z\u00e4hl\u00ad\u00ad\u00ad\u00ad\u00ad\u00ad\u00ad\u00adte\ner mit Stolz auf, <em>das gu\u00adte Mit\u00ad\u00adein\u00adander\nder Men\u00adschen, die sich unter\u00adst\u00fctz\u00adten und M\u00e4n\u00adgel mit Phan\u00adta\u00adsie und Kre\u00ad\u00ada\u00adtivit\u00e4t\n\u00fcber\u00adwanden, er\u00adtr\u00e4g\u00adlich mach\u00ad\u00ad\u00ad\u00adten zu\u00admin\u00ad\u00addest<\/em>. Ich h\u00f6r\u00adte ihm lange\nzu, fragte schlie\u00df\u00adlich nach sei\u00adner Meinung zu den Mauer\u00adto\u00adten oder zum Un\u00ad\u00adrecht\nder Staats\u00ad\u00adsi\u00adcher\u00adheit. Davon wis\u00adse er wenig, erwi\u00adder\u00adte er mir ge\u00adra\u00addewegs\nins Ge\u00adsicht, im \u00fcb\u00adri\u00adgen sei das Pro\u00adpa\u00adganda, und als sol\u00adche im\u00admer der Ver\u00adsuch\ndes We\u00adstens ge\u00adwe\u00adsen, den Staat zu dis\u00adkre\u00addi\u00adtieren. <em>Die Din\u00adge sind be\u00adkannt und er\u00adforscht, <\/em>wand\u00ad\u00adte ich ein, <em>durch die Un\u00adterlagen der Staats\u00adsi\u00adcherheit\nbe\u00ad\u00adwie\u00adsen, und davon willst du nichts ge\u00adwu\u00dft ha\u00adben, nicht mal etwas ge\u00adahnt?<\/em>\nNein, so deut\u00ad\u00ad\u00ad\u00ad\u00ad\u00adlich jeden\u00adfalls nicht. Er blieb fest, wo\u00adbei ich nicht\nsicher war, ob er log oder die Wahr\u00ad\u00adheit sagte oder ein\u00adfach nicht wu\u00df\u00adte, da\u00df\ner log. Sp\u00e4ter, als er mich ein St\u00fcck des We\u00adges zum Ho\u00adtel begleitete, dach\u00adte\nich merkw\u00fcrdigerweise wie\u00adder an mei\u00adnen Traum, obwohl ich doch ge\u00adrade bei En\u00adzian\nkaum auf Ver\u00adst\u00e4nd\u00adnis hoffen durfte. Warum aber nicht dem Linien\u00adtreuen da\u00ad\u00ad\u00advon\ner\u00ad\u00adz\u00e4hlen? Zu meiner gro\u00ad\u00dfen \u00dcber\u00adra\u00adschung h\u00f6rte er zu, den Kopf auf\u00ad\u00admerk\u00ad\u00ad\u00adsam\nwie\u00adgend. <em>Mal an\u00adge\u00ad\u00adnom\u00admen, es g\u00e4\u00adbe\nall das, wo\u00advon du sprichst<\/em>, rea\u00adgierte er prompt, <em>dann k\u00f6nnte so ein, wie du das nennst, Gre\u00admi\u00adum tat\u00ads\u00e4chlich helfen,\ndie \u00dcber\u00adzeug\u00adten aus\u00adfindig zu ma\u00ad\u00adchen, die Mit\u00adl\u00e4u\u00adfer und all die\u00adje\u00adnigen,<\/em>\n<em>die mit ihren Lip\u00adpenbe\u00adkennt\u00ad\u00adnis\u00adsen\nnur zum Schein zu\u00adge\u00adstimmt hatten<\/em>. <em>Das\nGremium w\u00fcr\u00adde einen Schlu\u00df\u00ad\u00adstrich zie\u00adhen, <\/em>sagte ich, froh dar\u00ad\u00fcber, da\u00df\ner mei\u00ad\u00adnen \u00dcber\u00ad\u00adle\u00adgun\u00adgen we\u00ad\u00adnig\u00adstens ein St\u00fcck weit \u00adfolg\u00adte. Wir z\u00fcn\u00ad\u00ad\u00addeten\nuns Zi\u00adga\u00adret\u00adten an und standen eine Weile im tr\u00fc\u00adben La\u00adter\u00adnenlicht. <em>Das Gre\u00admium k\u00f6nn\u00adte aber auch, <\/em>fuhr En\u00ad\u00adzian\nfort, <em>in ganz an\u00adderer Wei\u00adse t\u00e4tig sein.\nEs w\u00fcr\u00adde einer gu\u00adten Sache die\u00adnen,<\/em> be\u00ad\u00adharrte ich. Offenbar war er ins\nNach\u00adden\u00adken ge\u00adraten. <em>Ja, ge\u00adwi\u00df<\/em>,\nrun\u00ad\u00ad\u00adzelte er die Stirn und begann dann, sto\u00adckend, mit lan\u00adgen Pau\u00ad\u00adsen zu re\u00adde\u00adn.\n<em>Ge\u00adwi\u00df, klar, na\u00adt\u00fcr\u00adlich, einmal an\u00adge\u00adnom\u00admen,\nes stimmt, was du sagst, was aber w\u00e4\u00adre, wenn die Gre\u00ad\u00admien nicht den Auf\u00ad\u00adar\u00adbei\u00adtern\nun\u00adterstellt w\u00e4r\u00aden<\/em>, <em>son\u00addern ihre Di\u00adrek\u00adtiven\nvon an\u00adders\u00adwoher er\u00adhiel\u00adten, wenn es um die Iden\u00ad\u00adti\u00adfi\u00adzie\u00ad\u00ad\u00adrung der T\u00e4ter\nnur zum Schein gin\u00adge, wenn es, ja, ich wei\u00df absolut nicht wie, aber ich stelle\nmir vor, wenn es um an\u00adderes ginge, um Er\u00adken\u00adnung, um Pr\u00fc\u00adfung, al\u00adso, anders\nge\u00ad\u00adsagt,<\/em> <em>wenn man sich ver\u00adhiel\u00adte,\nals suchte man Leute f\u00fcr neue Auf\u00ad\u00ad\u00adga\u00adben, f\u00fcr Auf\u00ad\u00ad\u00adgaben, die ein gr\u00f6\u00ad\u00dfer ge\u00adwor\u00adde\u00adnes\nLand zu ver\u00adtei\u00ad\u00adlen hat, und von de\u00adnen wir nicht den Schim\u00admer von Ah\u00adnung ha\u00adben.<\/em>\nWar das eine dieser plumpen Ver\u00adschw\u00f6\u00ad\u00adrungs\u00ad\u00ad\u00adtheorien, sprach En\u00adzian \u00fcber\nver\u00adschwie\u00adge\u00adne Or\u00adder, \u00fcber Ge\u00adheim\u00adab\u00adkom\u00admen et\u00adwa, wie sie der We\u00adsten dem\nOsten so gern unter\u00adge\u00adscho\u00adben hat\u00adte? <em>Und\nan was denkst du?<\/em> Ich wur\u00adde un\u00adge\u00adduldig. Nun, sagte En\u00adzian, den Rauch\nlang\u00adsam aus\u00adsto\u00ad\u00dfend, <em>der Osten ist als\nAl\u00ad\u00ad\u00adternative weg\u00adge\u00adfal\u00adlen, der We\u00ad\u00adsten \u00adbreitet sich un\u00adge\u00adhin\u00addert aus, er\nmu\u00df auf nichts mehr R\u00fccksicht neh\u00ad\u00admen, niemand hin\u00addert ihn da\u00adran, zu ex\u00adpan\u00addie\u00adren,\ndas ist seine gro\u00dfe Chan\u00ad\u00adce. <\/em>En\u00adzian re\u00ad\u00ad\u00addete und re\u00addete, als sei al\u00adles,\nwas er be\u00adschrieb, bereits Re\u00ada\u00adli\u00adt\u00e4t. <em>Was\nmeinst du mit neu\u00aden Auf\u00adga\u00adben, welche soll\u00adten das sein? Kei\u00adne Ah\u00adnung,<\/em>\ner schien zu \u00fcberlegen und z\u00fcn\u00addete sich wieder eine Zigarette an. <em>Braucht man nicht im\u00ad\u00admer f\u00e4hige, professionelle\nLeu\u00ad\u00ad\u00adte? Vor\u00adaus\u00adge\u00adsetzt, es gab sie im alten Sy\u00adstem, das hei\u00dft, du h\u00e4ttest\nrecht mit dei\u00adner Be\u00adhaup\u00ad\u00adtung von der Existenz dieses Rie\u00adsen\u00adapparats, er\nh\u00e4tte also tat\u00ads\u00e4ch\u00ad\u00adlich existiert und w\u00e4\u00adre nicht blo\u00dfe Er\u00adfin\u00addung eu\u00adrer\nPropa\u00adgan\u00adda.<\/em> F\u00fcr ei\u00adnen Au\u00adgen\u00ad\u00ad\u00adblick dach\u00adte ich an meinen Wirt, an die Bur\u00adschen,\ndie ihn ein\u00ad\u00adge\u00adbuchtet hatten, und die er alle ge\u00adkannt hat\u00adte, und mit de\u00adnen\ner heute wieder sein Bier trinkt. Und dann fiel mir Anna ein. Hatte sie nicht\nvon gro\u00dfen Auf\u00adgaben ge\u00adspro\u00adchen und be\u00ad\u00adkun\u00addet, das neue, gr\u00f6\u00ad\u00ad\u00ad\u00dfer gewor\u00addene\nLand ge\u00adstal\u00adten zu wol\u00ad\u00ad\u00adlen, und hat\u00ad\u00adte ich sie nicht am Ein\u00ad\u00adgang des\ndunklen Hauses ge\u00adsehen? Der un\u00adter\u00adir\u00addi\u00adsche Raum, scho\u00df es mir durch den\nKopf, hatte er mit dem Gre\u00admium zu tun, und wenn ja, was be\u00adtrieb man dort, Auf\u00adar\u00adbei\u00adtung\noder Re\u00adkru\u00ad\u00adtie\u00ad\u00adrung? War das das Gre\u00ad\u00ad\u00admi\u00adum? Wur\u00ad\u00adde das Papier, von dem\nich nur va\u00adge und un\u00addeut\u00adlich ge\u00adtr\u00e4umt hat\u00adte, dort ver\u00adge\u00adben, vergeben an\nLeute zum Bei\u00adspiel, die sich, un\u00ad\u00adge\u00adach\u00adtet ihrer Ver\u00adgan\u00adgen\u00adheit, be\u00addin\u00adgungs\u00adlos\nein\u00adset\u00adzen lie\u00ad\u00dfen und be\u00adnutzen in der Art, wie sie fr\u00fc\u00adher agiert hat\u00ad\u00adten,\nnur bes\u00adser, ef\u00adfi\u00adzienter, eben vierzig Jahre weiter? Spe\u00adku\u00adla\u00adtio\u00adn, dach\u00adte\nich, nichts wei\u00adter, doch obwohl, mal an\u00ad\u00adge\u00ad\u00adnom\u00admen, da w\u00e4re et\u00adwas dran? Ich\nsch\u00fcttelte den Kopf, stam\u00ad\u00ad\u00admelte etwas, w\u00e4h\u00ad\u00adrend Enzian mir zum Ab\u00adschied mit\neinem L\u00e4cheln auf den Lippen die Hand reichte und in der Alt\u00adstadt ver\u00ad\u00adschwand.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">F\u00fcr Wolf war der seltsame Raum, den ich ihm am n\u00e4chsten Tag in lebhaften\nFarben schil\u00adderte, nichts besonderes. Er gab sich M\u00fc\u00ad\u00adhe, nachdenklich zu\nerscheinen, und spar\u00adte auch nicht mit ver\u00adharmlosenden Mut\u00ad\u00adma\u00ad\u00dfun\u00ad\u00adgen, die\nmir wenig glaub\u00ad\u00ad\u00ad\u00adhaft er\u00adschie\u00ad\u00adnen. Meine Vermutung war, er habe nicht zu\u00adgeben\nk\u00f6n\u00adnen, von dem Raum gewu\u00dft zu haben. <em>Es\nk\u00f6nn\u00ad\u00ad\u00adte sich um v\u00f6llig nor\u00admale R\u00e4u\u00ad\u00adme handeln, ver\u00ad\u00adse\u00adhentlich un\u00ad\u00adver\u00ad\u00adschlossene\noder ge\u00adra\u00adde erst ein\u00ad\u00adge\u00adrich\u00adtete und da\u00adher ohne Fir\u00admen\u00adschild am Vor\u00adder\u00adhaus,<\/em>\nso seine Rede. Das klang plau\u00adsi\u00adbel, fand ich, aber war es wirk\u00adlich so? Die\u00adser\nmit mo\u00addernstem Mobiliar aus\u00adge\u00adstattete un\u00adterir\u00addi\u00adsche Saal mu\u00df\u00adte, das\nsp\u00fcrte ich deutlich, eine andere Be\u00adwand\u00adt\u00ad\u00adnis ha\u00adben. Au\u00ad\u00dfer\u00addem hat\u00adte ich\nAn\u00adna ge\u00adsehen, und da\u00df ich sie gese\u00adhen hat\u00adte, davon war ich heute mehr \u00fcber\u00adzeugt\nals in der letzten Nacht. Ihre Anwesenheit ver\u00adschwieg ich Wolf zun\u00e4chst, die\nFragen aber blieben: Wel\u00adche Rol\u00ad\u00adle spiel\u00adte sie, wa\u00adrum hat\u00adte sie mich, als\nsie mich be\u00ad\u00admerkt hat\u00adte, und da\u00adran zwei\u00adfelte ich nicht mehr, nicht be\u00adgr\u00fc\u00dft?\nWir sa\u00ad\u00dfen wie\u00adder in einem der Ca\u00adf\u00e9s in der In\u00adnen\u00adstadt, einem klei\u00adnen Eck\u00adladen\nam Flu\u00df, der die Stadt teilt, \u00fcb\u00adrigens direkt am Ende der Stra\u00dfe ge\u00adlegen, in\nder ich das unter\u00adir\u00addische Gela\u00df ent\u00addeckt hatte. Es war warm und die Menschen\nleicht be\u00adkleidet, sie knif\u00adfen die Au\u00adgen in Rich\u00adtung Son\u00ad\u00ad\u00adne zu\u00adsam\u00ad\u00ad\u00admen\u00ad.\n<em>Ich woll\u00ad\u00ad\u00adte mit dir, <\/em>lenkte ich auf\nmei\u00adnen Traum \u00fcber,<em> noch \u00fcber etwas\nanderes spre\u00adchen. Bevor ich mich ins Auto setz\u00adte und hierher fuhr, hat\u00adte ich\neinen sehr un\u00adge\u00adw\u00f6hn\u00adli\u00adchen Traum, einen Traum mit ei\u00adner, wie mir scheint,\ngran\u00ad\u00addio\u00adsen Idee. Er handelt, nun, wie soll ich das sa\u00adgen, von Schuld, von\nder M\u00f6g\u00adlich\u00adkeit, mit dem Schmutz der Ver\u00ad\u00ad\u00adgan\u00adgen\u00adheit fer\u00adtig zu wer\u00ad\u00adden<\/em><em>,\n<\/em><em>also die Men\u00ad\u00ad\u00adschen vom Mi\u00df\u00ad\u00ad\u00adtrau\u00ad\u00aden zu be\u00adfreien,\ndas sie einander entge\u00adgen\u00adbrin\u00adgen<\/em>. Wolf sa\u00df auf\u00adrecht und schien ge\u00adspannt zu\u00adzu\u00adh\u00f6ren,\nkon\u00ad\u00ad\u00adzen\u00adtriert. Und dann er\u00adz\u00e4hlte ich, nannte die Punkte, die ich er\u00adin\u00adnerte,\nwo\u00adzu Wolf zu\u00adn\u00e4chst schwieg und an mir vorbei blick\u00adte in den Raum. <em>Eine sch\u00f6\u00adne Ge\u00adschichte,<\/em> sagte er\nschlie\u00df\u00adlich, als ich zu En\u00ad\u00adde war, nicht ohne iro\u00adnischen Un\u00adter\u00adton. <em>Fein aus\u00adge\u00addacht, wirk\u00ad\u00ad\u00adlich ausge\u00adzeichnet,\nbra\u00advo!<\/em> Was meinte er? <em>Wie\u00adso ei\u00adgent\u00adlich\nMi\u00df\u00ad\u00adtrauen zwi\u00adschen den Men\u00adschen, wie kommst du da\u00adrauf?<\/em> Sei\u00adne Worte er\u00adschie\u00adnen\nmir fremd, ich dach\u00adte un\u00adwill\u00ad\u00adk\u00fcrlich an mei\u00adnen Wirt und sei\u00adne alten Freun\u00adde\nvom An\u00addre\u00ad\u00ad\u00adasberg. Vertraute denn er sei\u00adnen ein\u00adsti\u00adgen Pei\u00adni\u00adgern wie\u00adder?\n<em>Wir ha\u00adben doch alles ge\u00adtan,<\/em> sagte\nWolf, was jetzt nach Recht\u00adfertigung klang. <em>Wir\nha\u00adben die Gu\u00ad\u00adten von den Schlech\u00adten ge\u00adtrennt, ha\u00adben die Schlech\u00adten zu\nstra\u00adfen ver\u00adsucht, und jetzt ma\u00adchen wir \u00adetwas Neu\u00ades, etwas in der Art, wie\nAnna das ge\u00ad\u00adstern an\u00adgedeutet hat. <\/em>Worauf ich ihn wohl ziem\u00adlich un\u00adgl\u00e4ubig\nan\u00adsah. <em>Meinst du nicht, da\u00df da noch\nviele sind, die die neue Zeit nicht wollen oder gar be\u00adk\u00e4mpfen, die schie\u00df\u00adbereiten\nGren\u00ad\u00adzer, die Leute von der Staats\u00ad\u00adsicher\u00adheit, die Lehrer und Par\u00adtei\u00adfunk\u00adtion\u00e4re,\ndie vielen Mit\u00ad\u00ad\u00adl\u00e4u\u00adfer?<\/em> <em>Doch, doch,\ndas glau\u00adbe ich,<\/em> be\u00adteu\u00aderte Wolf, <em>doch\nwie etwas ahn\u00ad\u00adden, wo kein Wis\u00adsen ist, kei\u00adn Beweis, kei\u00adne Zeu\u00adgen? Zu vie\u00adle\nsind in De\u00adckung ge\u00adgan\u00ad\u00adgen, auf Tauch\u00adsta\u00adtion, sind bra\u00adve Leu\u00ad\u00adte ge\u00adwor\u00adden\nnach au\u00dfen. Aber er\u00ad\u00adstens ken\u00adnen wir sie nicht, und zweitens, und das ist\nwich\u00adtiger, viel wich\u00adtiger, sind sie denn \u00fcber\u00ad\u00adhaupt f\u00fcr Neues ge\u00adeignet? <\/em>Er\nmach\u00ad\u00ad\u00adte eine Pause und sah mich fragend an. <em>Ja, du h\u00f6rst rich\u00adtig, nach zwei Dik\u00adta\u00adturen sind sie er\u00adle\u00addigt,<\/em>\nfuhr er schlie\u00dflich fort, <em>un\u00adbrauch\u00adbar,\noder bes\u00adser: ver\u00adbraucht, stumpf. Du schreibst sie ab?,<\/em> fragte ich noch\nmal. <em>Ja,<\/em> sagte Wolf und sah mich\nwieder sehr di\u00adrekt an. <em>Ja, ich schreibe\nsie ab, und ich mei\u00adne gar nicht die Ver\u00adbre\u00adcher, die T\u00e4\u00adter, jene, die ge\u00adschos\u00adsen\noder das Schie\u00ad\u00dfen be\u00adfohlen haben, son\u00ad\u00addern die ein\u00adfachen Leu\u00adte.<\/em> <em>Du gibst sie auf,<\/em> insi\u00adstierte ich. <em>Ja,<\/em> rea\u00adgier\u00adte Wolf, ruhig und k\u00fchl,\nals sei er nicht zum er\u00adsten Mal mit dieser Frage kon\u00adfron\u00adtiert wor\u00adden. Ich\ndachte an das Leben im Getto, zwischen Z\u00e4unen, ent\u00adsi\u00adcher\u00adten Waffen und\nscharfen Hun\u00adden, und das alles auf ei\u00adnem Lan\u00adde, das von die\u00adser Betonmauer\nge\u00adteilt und mit Giften zuge\u00adpfla\u00adstert war, da\u00admit auf den Todes\u00adstrei\u00adfen\nnichts mehr ge\u00addeiht. <em>Die Gren\u00ad\u00adzer, die\nFunk\u00ad\u00adtio\u00adn\u00e4re in den Be\u00adh\u00f6rden, der Ap\u00adparat, der pl\u00f6tz\u00ad\u00ad\u00adlich nie\u00adder\u00ad\u00ad\u00adgegangen\nwar, von einem Tag zum an\u00adderen auf\u00ad\u00adgeh\u00f6r\u00adt hat\u00adte, wo sind sie ge\u00adblie\u00adben,\nwas tun sie heu\u00adte?,<\/em> fragte ich Wolf. Er stimme mir doch zu, nickte er und\nzuckte zu\u00adgleich mit den Ach\u00ad\u00adseln, w\u00e4h\u00adrend ich an mein ge\u00adstri\u00adges Er\u00adleb\u00adnis\ndachte, an An\u00adna, die mich nicht be\u00ad\u00admerkt oder so getan hat\u00adte, als be\u00admerke\nsie mich nicht. <em>Was tut eigentlich,<\/em>\nfragte ich, um das Thema zu wech\u00ad\u00adseln, <em>was\ntut Anna hier, kommt sie aus unserer Stadt? So\u00adweit ich wei\u00df nein, <\/em>gab Wolf\nz\u00f6gernd zur\u00fcck, <em>nein, sie kommt aus Sach\u00adsen\n\u2026 Und heu\u00adte? Ich wei\u00df nicht<\/em>, sagte Wolf, <em>sie hat mei\u00adnes Wis\u00adsens ei\u00adnen politi\u00adschen Auf\u00adtrag, etwas Gro\u00ad\u00ad\u00dfes. Und\nwo\u00adher kennst du sie? <\/em>fragte ich, leicht ver\u00adwundert \u00fcber meine un\u00adver\u00adbl\u00fcmte\nNeu\u00adgier. <em>Ach,<\/em> sagte Wolf, <em>das ist eine lan\u00adge Ge\u00adschich\u00adte \u2026 fr\u00fc\u00adher,\nnoch in Zei\u00adten der Unter\u00addr\u00fc\u00adckung, da wa\u00ad\u00adren wir mal zu\u00adsam\u00admen, ein Paar wa\u00adren\nwir, ein richtiges Paar, f\u00fcr mich war es die gro\u00dfe Liebe, f\u00fcr sie eher, nun ja,\nviel\u00adleicht eine Sta\u00adtion von vielen. Sie hatte Schwie\u00adrig\u00adkeiten mit dem Sy\u00adstem,\nwar aber im Grun\u00adde nicht da\u00adgegen, pa\u00adra\u00addo\u00adxer\u00adweise so\u00adgar recht privi\u00adle\u00adgiert,\ndenn die Eltern waren ho\u00adhe Of\u00adfiziere der Staats\u00ad\u00ad\u00ad\u00ad\u00ad\u00ad\u00adsicherheit ge\u00adwe\u00adsen,\nAnna wur\u00adde also gef\u00f6rdert, durfte eine Zeit lang reisen<\/em> \u2026 <em>Und heute, die\u00adse po\u00adli\u00adti\u00adsche Auf\u00adgabe,\ndie sie an\u00ad\u00ad\u00adgeblich hat, wo\u00adrin be\u00adsteht sie?<\/em> Wolf z\u00f6\u00ad\u00adgerte. Wu\u00dfte er es\nnicht oder wollte er sich nicht \u00e4u\u00ad\u00dfern? <em>Ich\nkann es dir nicht sagen, beim besten Willen nicht<\/em>, er\u00adwiderte er\nschlie\u00dflich, <em>irgend et\u00adwas Gro\u00dfes mu\u00df es\nsein, et\u00adwas, das uns alle be\u00adtrifft.<\/em> Ich frag\u00adte nicht weiter, er\u00adw\u00e4hnte\naber ab\u00ad\u00adschlie\u00ad\u00dfend, da\u00df ich sie ge\u00adse\u00adhen h\u00e4tte ge\u00adstern, Anna h\u00e4tte ich ge\u00adse\u00adhen,\nsie sei in dem Haus ver\u00ad\u00ad\u00adschwun\u00ad\u00ad\u00adden, zu dem dieser un\u00adterir\u00addi\u00adsche Kon\u00ad\u00adfe\u00adrenz\u00adrau\u00adm\nge\u00ad\u00ad\u00ad\u00ad\u00ad\u00ad\u00adh\u00f6rt, nachts weit nach Zw\u00f6lf, ge\u00ad\u00adrade mal drei\u00dfig Me\u00adter von mir\nentfernt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Den Kopf voller neuer Bilder, in Ge\u00addanken die Begeg\u00adnun\u00ad\u00adgen mit den\nKlas\u00adsenkameraden, mit Anna und Wolf und meinem freund\u00adlichen Wirt hat\u00adte ich\nmei\u00adne sie\u00adben Sachen ge\u00adpackt und war mit ge\u00admisch\u00adten Gef\u00fchlen in den Wagen gestie\u00ad\u00adgen,\num die Heim\u00adrei\u00adse anzutreten. Ir\u00adgendwie lag jetzt, dachte ich, w\u00e4hrend ich\nfuhr, ein Schat\u00adten auf der Stadt, das Bild, das ich bei meinen letz\u00adten Be\u00ad\u00adsuchen\ngewonnen hatte, war eingetr\u00fcbt, besch\u00e4digt. Hatte ich den Ter\u00adror aus der\nSystemzeit vergessen, hatte ich nichts mehr von den Genossen auf dem An\u00addre\u00adas\u00adberg\nwis\u00adsen wol\u00adlen, von \u00fcber\u00adf\u00fcll\u00adten Gef\u00e4ng\u00adnis\u00adsen und Pro\u00adzes\u00adsen unter Aus\u00ad\u00ad\u00ad\u00ad\u00ad\u00adschlu\u00df\nder \u00d6ffent\u00adlich\u00adkeit? Dann rief Wolf an. Ob ich Lust h\u00e4t\u00adte, ihn zu treffen, am\nbesten sofort, wenn es mir nichts aus\u00admache. <em>Doch<\/em>, sagte ich, <em>es macht mir\netwas aus, ich bin bereits auf dem Heimweg. Schade,<\/em> sagte er, er sprach be\u00adtont\nlang\u00adsam. <em>Du hast doch von diesem Raum er\u00adz\u00e4hlt,\ndie\u00adsem unter\u00adir\u00addischen Saal in der Jo\u00adhannesstra\u00dfe. \u2013 Und?<\/em> Wolf schien zu\n\u00fcber\u00adle\u00adgen, er schwieg. <em>Was ist, Wolf,\nsag schon? In diesem Raum, den du ge\u00adse\u00adhen hast, ist heute nacht ein Feuer aus\u00adge\u00adbrochen,\ner ist total aus\u00ad\u00ad\u00adge\u00adbrannt, alles weg, alles ver\u00ad\u00adbrannt, Schlu\u00df.<\/em> <em>Und was ist da\u00adran ko\u00admisch,<\/em> frag\u00ad\u00adte\nich. <em>Komisch ist das nicht,<\/em> er\u00adkl\u00e4rte\ner. <em>Da\u00df es ge\u00adbrannt hat, wis\u00adsen wir,\naber wa\u00adrum und wem der Raum ge\u00adh\u00f6rte und vor allem, was sich dort ab\u00adge\u00adspielt\nhat, da\u00adr\u00fcber wis\u00ad\u00adsen wir nichts, es gibt kei\u00adnerlei In\u00adfor\u00adma\u00adtion, die Po\u00adlizei\nh\u00e4lt sich bedeckt und verh\u00e4ngt eine Art Nach\u00adrich\u00adten\u00adsperre, nichts dringt\nnach drau\u00dfen, das wird ein Fall f\u00fcr, na, ich wei\u00df nicht f\u00fcr wen! Und wir, die\nJour\u00ad\u00adnalisten, sind re\u00adgel\u00adrecht ab\u00adge\u00adwim\u00admelt wor\u00adden, nie\u00admand hat ge\u00adplaudert,\nselbst \u00fcb\u00adli\u00adche Quel\u00adlen schwei\u00adgen, eigen\u00adar\u00adtig nicht? \u2013 Eigenartig, da\u00df Du Dich\nnoch immer als Jour\u00adnalist aus\u00adgibst, obwohl Du doch anderes warst,<\/em> sagte\nich auf dem Parkplatz, auf den ich inzwischen ge\u00adfahren war \u2026 <em>Na\u00adja, das ist lange her und war harmlos,<\/em>\npro\u00adtestierte er halbherzig. <em>Im\u00admerhin\nwar die Ent\u00addeckung des Raums wohl etwas besonderes.<\/em> Wolf machte <em>Hm<\/em>. <em>Es\nkommt leider noch bes\u00ad\u00ad\u00adser,<\/em> sag\u00adte er leise. <em>Was noch? <\/em>Er druck\u00adste herum und sagte schlie\u00df\u00adlich mit leiser Stimme,\nda\u00df An\u00adna ver\u00adschwun\u00ad\u00adden sei, wie vom Erd\u00adboden ver\u00adschwun\u00adden, <em>ver\u00ad\u00adstehst du, ihr Han\u00addy ist tot und zu\nHau\u00adse, da ist sie auch nicht, nir\u00adgends ist sie<\/em>. <em>Sie ist viel\u00adleicht,<\/em> ver\u00adsuchte ich ihn zu beruhi\u00adgen, <em>weg\u00adge\u00adfah\u00adren, ver\u00adreist, ist es nicht f\u00fcr\nSor\u00adgen zu fr\u00fch? Und \u00fcber\u00adhaupt, ihr seid doch l\u00e4ngst nicht mehr zusammen?<\/em>\nWolf schien den Kopf zu sch\u00fct\u00adteln. <em>Das\nist es nicht<\/em>, er\u00adwi\u00adderte er sehr leise, <em>wir hat\u00adten verein\u00adbart, uns ein Zei\u00adchen zu geben, wenn etwas aus dem\nRuder l\u00e4uft, und sie hat es ge\u00adgeben \u2013 es be\u00addeu\u00adtet: h\u00f6ch\u00ad\u00ad\u00adste Ge\u00adfahr.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neue Menschen Der Traum war mir zu\u00adhause, als ich ihn tr\u00e4umte, noch als Mah\u00ad\u00adnung er\u00adschie\u00ad\u00adnen, als eine Art Auftrag, als eine Idee, die ich am Schreib\u00adtisch fest\u00ad\u00adhalten mu\u00dfte, um sie an den Mann zubringen. 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